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Hochheim am Main, 17. Juni 2015

Falschgeldstatistik der Bundesbank

Laut Bundesbank ist die Anzahl der entdeckten Fälschungen im ersten Halbjahr 2015 um 31 % gegenüber dem vorherigen Halbjahr angestiegen. Wohlgemerkt, das sind die aufgeflogenen Fälschungen, denn nur die kann die Bundesbank kennen. Fast 90% machen die falschen 20er und 50er aus und gerade diese haben eine sehr hohe Rücklaufquote zur Bundesbank. Man kann also davon ausgehen, dass die allermeisten gefunden wurden. Da die Anzahl der entdeckten Fälschungen aber in der gleichen Größenordnung bleibt, liefern die Fälscher konstant nach. Man weiß allerdings nicht, wieviele gefälschte große Scheine in Tresoren gebunkert sind, das kann für Steuersünder einmal ein böses Erwachen geben.

Der Nennwert der Fälschungen war 2,2 Millionen Euro. Das scheint viel, ist aber wenig. Der Umsatz mit Bargeld im gleichen Zeitraum in Deutschland betrug etwas mehr als 100 Milliarden Euro. Der Falschgeldanteil war demnach 0,002 Prozent. Zum Vergleich lag der Schadensanteil beim Kreditkartenumsatz bei 0,04 Prozent, also etwa 20 Mal so hoch. Die Quelle für diese Zahl ist eine europaweite Stunde der EZB aus dem Jahr 2012.

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